Universitätsklinikum Tübingen setzt auf S4.health als SAP IS-H Nachfolgelösung
Die Herausforderung
Das Universitätsklinikum Tübingen zählt mit rund 1.600 Betten zu den größten Kliniken Deutschlands. Wie viele andere Krankenhäuser stand auch das Universitätsklinikum Tübingen vor der Herausforderung, eine tragfähige Nachfolgelösung für SAP IS-H zu finden, dessen Wartung durch SAP spätestens 2030 endet.
Zentrale Anforderungen des Universitätsklinikums waren dabei:
- Ablösung von SAP IS-H für Patientenadministration und -abrechnung durch die Nachfolgelösung S4.healh
- Weiterverwendung bestehender, teils hochkomplexer SAP IS-H-Eigenentwicklungen
- Minimale Auswirkungen auf Anwenderinnen und Anwender und möglichst geringer Schulungsaufwand
- Weiterbetrieb des klinischen Arbeitsplatzsystems i.s.h.med (Oracle Cerner)
- Technologischer Wechsel auf SAP S/4HANA, ohne bewährte Prozesse zu verändern
- Klare Planung, geringe Risiken und hohe Investitionssicherheit


Die Herangehensweise
Nach einer umfassenden Marktsondierung entschied sich das Universitätsklinikum Tübingen im Juni 2025 für S4.health, die SAP-IS-H-Nachfolgelösung. Die Implementierung erfolgt durch ATSP in enger Zusammenarbeit mit RZV. Der gewählte Side-by-Side-Ansatz ermöglicht:
- Einsatz von S4.health als eigenständige Abrechnungs- und Patientenmanagementlösung
- Weiterverwendung und Interoperabilität des bestehenden klinischen Arbeitsplatzsystems i.s.h.med inklusive aller angebundener Subsysteme
- Trennung von Abrechnung und Kliniksystem bei gleichzeitiger prozessualer Stabilität

Die Lösung
Mit S4.health setzt das Universitätsklinikum Tübingen auf eine SAP-S/4HANA-basierte SAP IS-H Nachfolgelösung, die gezielt auf Kontinuität und Investitionsschutz ausgelegt ist:
- S4.health übernimmt Patientenadministration und -abrechnung vollständig
- Bestehende SAP IS-H-Eigenentwicklungen und Abrechnungslogiken bleiben nutzbar
- Die gewohnten Oberflächen können weitgehend 1:1 weiterverwendet werden
- Das klinische Arbeitsplatzsystem i.s.h.med bleibt im Einsatz
- Gewährleistung von Interoperabilität und nahtlose Anbindung durch FHIR & HL7
Die Einführung basiert auf einem strukturierten, schrittweisen Vorgehen. Dabei werden drei (teil-)automatisierte Tools eingesetzt: IS-H Readiness Check, Custom Code Conversion und Data Conversion. Diese ermöglichen eine Datenübernahme per Knopfdruck. Ergänzend unterstützen Workshops und Remote-Termine die Vorbereitungsarbeiten sowie die Umstellung. Ende 2025 wurde bereits die Grundversion von S4.health installiert, welche im Jahr 2026 durch mehrere Testiterationen geprüft und optimiert wird.
Ergebnis: eine planbare, risikoarme SAP IS-H-Ablösung, die den laufenden Klinikbetrieb schützt.
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